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In 30 Sekunden durch die Geschichte Salzburgs: Der MönchsbergAufzug

Der MönchsbergAufzug zählt zu den „Fünf Schätzen“ der Salzburg AG Tourismus GmbH – und ist weit mehr als der schnellste Weg auf den Mönchsberg. Seit 1890 verbindet er die Salzburger Altstadt mit einem Ort, an dem sich Natur, Architektur, Kultur und Stadtgeschichte auf einzigartige Weise begegnen. Eine Fahrt von nur 30 Sekunden führt dabei durch mehr als 135 Jahre Geschichte.

Hoch hinauf über die Dächer der Stadt

Ob spektakuläre Ausblicke auf die Altstadt, moderne Kunst, historische Bauwerke oder erholsame Spaziergänge im Grünen – der MönchsbergAufzug macht all das mit einer einzigen Fahrt möglich. Als einer der „Fünf Schätze“ der Salzburg AG Tourismus GmbH bringt er Besucher in nur 30 Sekunden vom Trubel der Gstättengasse auf den Mönchsberg. Dort beginnt eine ganz besondere Entdeckungsreise, bei der Geschichte und Gegenwart miteinander verschmelzen.

Eine technische Sensation im 19. Jahrhundert

Als der Privatbankier Karl Leitner am 9. August 1890 den ersten MönchsbergAufzug – ausgestattet mit acht Sitz- und vier Stehplätzen – in Betrieb nahm, war das eine kleine Sensation. Die spektakuläre, freistehende Stahlkonstruktion des Aufzugs führte außen an der Felswand entlang – 60 Meter hinauf auf den Mönchsberg. Damit gehörte der MönchsbergAufzug damals zu den höchsten elektrischen Aufzügen Europas. Zwei Minuten dauerte die Fahrt – heute kaum vorstellbar. Doch der Lift war weit mehr als ein technisches Meisterwerk: Der Bankier Leitner wollte mit Hilfe des neuen Lifts den Mönchsberg als Ausflugsziel erschließen und gleichzeitig den Besucher:innen den Weg in sein neu errichtetes „Restaurant Elektrischer Aufzug“ erleichtern. Bereits in den ersten Monaten nutzten zehntausende Menschen die neue Attraktion mitten in der Salzburger Altstadt

Der Wasserturm als Wegbegleiter

Auch der nahegelegene Wasserturm, der noch heute markant auf dem Mönchberg thront, entstand in dieser Zeit. Ursprünglich diente der Turm als Wasserspeicher für die geplante Bebauung des Mönchsbergs und sollte – nach den Visionen Leitners – zugleich Aussichtspunkt für die Fahrgäste des Aufzugs sein. Ein frühes Beispiel dafür, wie Technik und Erlebnis miteinander verbunden wurden.

Vom Panoramaaufzug zum Café Winkler

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann für den MönchbergAufzug und die Gebäude am Berg eine neue Phase: 1948 verschwand der markante Panoramaaufzug von der Felswand. Im Zuge des Umbaus entstand im Berg ein moderner Innenlift mit drei Kabinen, der deutlich mehr Fahrgäste befördern konnte. Auch am Berg veränderte sich einiges: Aus dem ursprünglichen „Restaurant Elektrischer Aufzug“ entwickelte sich das Grand Café Winkler, das rasch zu einem der beliebtesten Ausflugslokale Salzburgs wurde. Mit seiner einzigartigen Aussicht über die Altstadt war es Treffpunkt für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Viele verbanden einen Spaziergang auf dem Mönchsberg mit Kaffee und Kuchen oder einem festlichen Abend hoch über den Dächern der Stadt. Das Café prägte über Jahrzehnte das gesellschaftliche Leben auf dem Mönchsberg und machte den Ort weit über Salzburg hinaus bekannt.

Ein eleganter Weg ins mondäne Casino am Berg

Mit steigenden Besucherzahlen wurde die Anlage 1987 erneut modernisiert. In dieser Zeit gewann der Mönchsberg auch gesellschaftlich an Bedeutung: Denn mit dem Jahr 1977 war zusätzlich das Casino Salzburg in das Gebäude eingezogen und machte den Ort zu einem lebendigen Zentrum des städtischen Lebens – und den MönchsbergAufzug zu einem eleganten Weg, um ins mondäne Casino am Berg zu gelangen.

Modernes Transportmittel zu Kultur …

Nachdem das Grand Café Winkler in den späten 1990er-Jahren geschlossen und abgerissen wurde, begann schließlich ein neues Kapitel am und im Berg: Nach einer umfassenden Erneuerung von Tal- und Bergstation nahm der MönchsbergAufzug 2003 in seiner heutigen Form seinen Betrieb auf. Nur ein Jahr später, 2004, eröffnete an der Bergstation das Museum der Moderne Salzburg. Heute gelangen Besucher direkt vom Lift in eines der bedeutendsten Museen für zeitgenössische Kunst Österreichs. Auch der ehemalige Wasserturm, der heute Amalie-Redlich-Turm heißt, ist inzwischen Teil dieses kulturellen Ensembles und wird für Kunstvermittlung und Artist-in-Residence-Projekte genutzt. Geblieben sind über all die Jahrzehnte hinweg die 60 Höhenmeter – geschrumpft ist lediglich die Fahrzeit: Statt zwei Minuten dauert die Fahrt heute nur noch rund 30 Sekunden.

… und Natur und zum WasserSpiegel.

Aber der MönchsbergAufzug ist nicht nur ein Aufzug. Und er endet nicht einfach an einer Bergstation. Er öffnet vielmehr die Tür zu einem der schönsten Naturerholungsgebiete Salzburgs. Zwischen alten Baumbeständen, Aussichtspunkten, Stupa und Spazierwegen lässt sich die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive erleben. Nur wenige Gehminuten entfernt wartet außerdem ein weiterer der „Fünf Schätze“ der Salzburg AG Tourismus GmbH: der WasserSpiegel. Dieses interaktive Wassermuseum, das in einem historischen Hochbehälter untergebracht ist, erzählt die Geschichte der Salzburger Wasserversorgung. Das Museum öffnet auf Anfrage für Gruppen seine Tore.

So verbindet der MönchsbergAufzug seit mehr als 135 Jahren nicht nur zwei Höhenlagen miteinander, sondern auf einzigartige Weise Technik, Kultur, Natur, Geschichte und einmalige Ausblicke.

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