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Zwischen Schafberg und Wolfgangsee: Ein Traumjob im Salzkammergut

Salzburg AG Mitarbeiter Erik Haas vor den Schiffen der Wolfgangsee Schifffahrt im Frühling am 07.05.2026.

Im Gespräch mit Lokführer und Kapitän Erik Haas

Wenn Erik Haas morgens zur Arbeit fährt, dann ist er in nur wenigen Minuten bei seinem Arbeitsplatz. Kein Stau, kein Stress. Stattdessen: Berge, See und ein Arbeitsplatz, den viele neidvoll bestaunen. „Die Leute sagen oft: Ihr habt so einen schönen Job an so einem schönen Ort“, erzählt der Kapitän und Lokführer lachend. Und tatsächlich – wer zwischen Schafberg und Wolfgangsee arbeitet, erlebt jeden Tag eine Kulisse, die andere nur aus dem Urlaub kennen.

Salzburg AG Mitarbeiter Erik Haas vor den Bahnen der Schafbergbahn in der Talstation beim EQ ErlebnisQuartier im Frühling am 07.05.2026.
Ein Job mit Ausblick

Erik Haas ist Kapitän bei der WolfgangseeSchifffahrt und Lokführer bei der SchafbergBahn – ein Beruf, der technisches Können, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist verlangt. Seit mittlerweile zehn Jahren arbeitet der junge Familienvater bei der Salzburg AG Tourismus GmbH. Und er ist überzeugt: Gerade für junge Menschen bietet der Betrieb Chancen, die viele zunächst gar nicht auf dem Radar haben.

Vom KFZ- & Panzer-Mechaniker …

Eigentlich begann alles ganz anders. Ursprünglich hat Erik Haas eine Lehre als Kfz-Mechaniker absolviert, dann führte ihn sein Weg zum Bundesheer. Auch hier ganz nach dem Mottt: Je größer die Motoren, desto besser. Also wurde er Panzermechaniker. „Da habe ich mir dann gedacht: Es gibt größere Motoren als bei Autos und Panzern – nämlich bei Schiffen“, sagt er schmunzelnd. Und so kehrte er nach seinem Präsenzdienst nicht mehr in seinen ursprünglichen Beruf zurück, sondern bewarb sich um ein saisonales Praktikum bei der WolfgangseeSchifffahrt aus – und blieb.

… zum Kapitän & Lokführer

Sein Einstieg am See begann als Deckmann auf den Schiffen. Zwölf Stunden auf den Beinen, viele Gäste, Fahrkarten kontrollieren, kassieren, mit Menschen arbeiten – genau das gefiel ihm überraschend gut. „Klar war das manchmal stressig, aber gleichzeitig hat es mir voll getaugt“, erinnert er sich. Schon bald folgten die nächsten Schritte im damaligen Ablauf der Ausbildung: die Ausbildung zum Schaffner bei der SchafbergBahn, später zum Lokführer und schließlich auch zum Kapitän. Heute wechselt er regelmäßig zwischen Berg und See: Drei Tage Schiff, dann wieder SchafbergBahn, zwischendurch Werkstattdienst – genau diese Vielfalt ist es, die für ihn den Reiz des Berufs ausmacht.

„Langweilig wird es nie. Du weißt: An einem Tag fährst du mit der Dampflok, dann wieder Schiff, dann bist du in der Werkstatt. Genau die Abwechslung macht’s aus.“ Erik Haas

Salzburg AG Mitarbeiter Erik Haas in einem Schiff der Wolfgangsee Schifffahrt im Frühling am 07.05.2026.
Kein Tag wie der andere

„Langweilig wird es nie“, sagt Haas. Während manche Jobs stark von Routine geprägt seien, bringe sein Beruf ständig neue Situationen mit sich. Im Winter wird geschraubt und gewartet, im Sommer wechseln sich Dampflok, Diesellok und Schiffsdienst ab. Besonders schätzt Erik Haas die Abwechslung zwischen Technik und Gästekontakt. Als Kapitän oder Lokführer könnte man sich theoretisch zurückziehen und nur den Betrieb konzentriert abwickeln. Doch er sucht ganz bewusst den Kontakt zu den Menschen. Gerade Kinder dürfen bei ihm oft einen Blick in den Führerstand werfen. „Die schauen zehn Minuten begeistert zu, machen ein Foto und sind überglücklich“, erzählt er. Auch seine eigenen Kinder sind stolz auf den Papa und seinen Beruf. „Im Kindergarten wissen alle: Der Papa ist Kapitän.“ Da merke man dann schon, wie besonders dieser Beruf auch für Außenstehende sei.

Anspruchsvolle & abwechslungsreiche Ausbildung

Die Ausbildung bei der SchafbergBahn und WolfgangseeSchifffahrt ist anspruchsvoll und vielseitig. Wer Lokführer oder Kapitän werden möchte, braucht technisches Verständnis, Interesse an Fahrzeugen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Haas beschreibt die Ausbildung als intensiven Lernprozess direkt im Betrieb. Man lerne von erfahrenen Kolleg:innen – wobei jeder seinen eigenen Stil habe. „Das ist wie beim Autofahren“, erklärt er. Manche fahren dynamischer, andere vorsichtiger. Entscheidend sei, dass man sich aus jeder Ausbildungseinheit das mitnimmt, was am besten zum eigenen Stil passt.

Bei der SchafbergBahn gibt es heute vier moderne Dampflokomotiven, vier diesel-elektrische Lokomotiven und einen Dieseltriebwagen. Erik Haas darf die modernen Dampfloks und die Dieselloks fahren – historische Zahnraddampfloks benötigen allerdings noch zusätzliche Prüfungen. Und obwohl die historischen Dampfrösser bei Gästen besonders beliebt sind, schlägt sein Herz eher für moderne Technik. „Ich bin eher Team Diesel“, gesteht er. Dort kenne er jedes Geräusch, jede Reaktion und jede Eigenheit der Maschinen genau. Ganz fertig gelernt habe er trotzdem noch lange nicht. Für bestimmte historische Schiffe oder zusätzliche Fahrzeugtypen braucht es weitere Schulungen und Berechtigungen. Genau das gefällt ihm: „Man lernt hier nie aus.“

 

„Alle sehen natürlich das Schöne am Job – den See, die Berge, den Ausblick. Aber was für mich genauso wichtig ist: dass wir als Team zusammenhalten.“  Erik Haas

Warum junge Menschen hier richtig sind

Was also würde Erik Haas jungen Menschen sagen, die überlegen, bei der Salzburg AG Tourismus GmbH einzusteigen? Seine Antwort kommt schnell: Abwechslung, Technik und Gemeinschaft. Wer hier arbeite, habe nicht nur einen außergewöhnlichen Arbeitsplatz, sondern auch ein starkes Teamgefühl. Nach Dienstschluss sitze man oft noch gemeinsam zusammen, gehe auf ein Getränk oder lasse den Abend am See ausklingen. „Das beneiden viele“, erzählt Haas. Gerade dieser Zusammenhalt sei etwas Besonderes. Gleichzeitig brauche es Menschen, die offen auf andere zugehen können und gerne im Team arbeiten. „Man muss miteinander können“, sagt er. Technisches Interesse helfe natürlich ebenfalls – aber vor allem brauche es Neugier und Bereitschaft zu lernen.

Für die Zukunft wünscht sich Erik Haas vor allem eines: Dass weiterhin junge Menschen den Weg zur SchafbergBahn und WolfgangseeSchifffahrt finden. Menschen, die frische Ideen mitbringen, Verantwortung übernehmen wollen und Lust haben, Teil eines traditionsreichen, aber gleichzeitig modernen Betriebs zu werden. Denn genau das habe auch ihn vor zehn Jahren überzeugt – und bis heute nicht mehr losgelassen.

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